#40 - Wie schütze ich mich vor der Krisen-Flut?

 

Coronakrise mit Wirtschaftseinbruch und Bildungschaos, bürgerkriegsähnliche Zustände in den USA und jetzt auch noch ein Jahrhundert-Kälteeinbruch als Auswirkung der Klimakatastrophe … seit Monaten befinden wir uns in einer Dauerkrise und nach kurzen Verschnaufpausen kommen sofort die nächsten beängstigenden Nachrichten.

 

Wie können wir in so einer Situation wenigstens ein bisschen die Ruhe bewahren?

 

1.) Den Nachrichtenkonsum einschränken. Mir scheint es, dass je länger die Corona-Pandemie andauert, desto krasser müssen die Schlagzeilen werden, damit sie überhaupt noch gehört werden. Doch damit wird ein Dauerstress erzeugt, der auf Dauer nicht gesund ist. Ja, die Situation ist beängstigend, aber durch noch mehr dramatisierendes Vokabular ändert sich daran auch nichts.

 

2.) Auf das konzentrieren, was Du beeinflussen kannst. Zu viele Krisen, auf die wir keinen Einfluss haben, erzeugen bei uns ein Gefühl der Hilflosigkeit und führen zu Starre. Aber es gibt bestimmt etwas, dass Du verändern kannst. Was steht bei Dir gerade an und was ist der nächste Schritt es umzusetzen?

 

3.) Freundlichkeit statt Gereiztheit. Durch die andauernden Beschränkungen und die Unsicherheit, mit der wir gerade leben, sind wir oft gereizt und suchen schnell die Schuld bei anderen. Aber was kann der Mensch in der Warteschlange an der Supermarktkasse dafür? Oder die Kassiererin? Wie fühlt es sich dagegen an, einfach ohne Grund freundlich zu jemandem zu sein?

 

4.) Den Boden unter den Füßen spüren. Wenn Du den Eindruck hast, dass Du den Halt verlierst, dann kann es hilfreich sein, Deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf den Boden unter Deinen Füßen zu richten. Nimm ein paar tiefe Atemzüge, spüre, wie die Erde Dich trägt und wenn Du magst, kannst Du Dir auch vorstellen, wie Stress und Anspannung in den Boden abfließen.

 

5.) Such Dir Hilfe. Wenn Du merkst, dass Du in Gedankenschleifen gefangen bist, die sich nur darum drehen, was alles passieren könnte, dann sprich darüber! Such Dir jemanden, der nicht noch einen oben drauf setzt, sondern der Dir hilft, Deinen Blick auch auf andere Dinge zu lenken. Das kann natürlich erst einmal ein guter Freund oder ein Familienmitglied sein, aber wenn Dir das nicht weiterhilft oder Du Dich nicht traust, dann gibt es auch viele professionelle Angebote – zum Beispiel die BDP-Corona-Hotline (0800 777 22 44) oder die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche (116 111)