Warum Aufstehen (nicht nur) beim Lernen hilft

Letzte Woche habe ich am letzten Modul für eine Basisausbildung zum Systemischen Berater teilgenommen. Dabei haben wir in vielen Übungen die gelernten Methoden ausprobiert und angewendet. Jedes Mal, wenn wir Teilnehmer uns einen oder mehrere Partner für die nächste Übung suchen sollten, meinte unsere Trainerin „Aufstehen hilft!“

Ich finde, die Erinnerung, dass Aufstehen sehr hilfreich sein kann, ist ziemlich universell einsetzbar:

  • Du brauchst eine kurze Pause bei Deiner Arbeit? Aufstehen hilft!
  • Du kommst bei einer Aufgabe gerade nicht weiter? Aufstehen hilft!
  • Du befindest Dich in einer Gesprächssituation, die festgefahren ist? Aufstehen hilft!
  • Du sitzt auf der Couch und grübelst nach, was Du als nächstes tun könntest oder müsstest? Aufstehen hilft!


Warum ist Aufstehen so hilfreich? Einerseits ist allgemein bekannt, dass länger andauerndes Sitzen nicht gut für unseren Körper ist. Ein kurzes Aufstehen aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Durchblutung, beansprucht andere Muskelgruppen als Sitzen und vieles mehr. Aber auch auf mentaler Ebene wirkt sich Aufstehen positiv aus. Du nimmst eine andere Perspektive ein, richtest Deine Aufmerksamkeit kurz weg von Deinen Gedanken hin zum Körper und bringst eine andere Dynamik in die aktuelle Situation.

Leider ist es z.B. im Unterricht und auch in vielen Meetings nicht so gern gesehen, wenn die Teilnehmer zwischendurch aufstehen. Aber vielleicht gibt es ja auch dort die Möglichkeit, regelmäßig die Sitzposition ein wenig zu ändern? Oder aber der Lehrer oder Teamleiter ist so aufgeschlossen, kurze Aufsteh-Pausen vorzugeben. (Hiermit könnte ich eigentlich selbst während meines Unterrichts mal anfangen … ).

 

Mehr Einfluss haben wir natürlich zu Zeiten, in denen wir alleine sind … und ich denke, dass die meisten von uns (inklusive mir) da auch noch viel Verbesserungspotenzial haben. Wie sieht es bei Dir aus? Sorgst Du für regelmäßige Aufsteh-Pausen?