Wie halte ich in schwierigen Zeiten durch?

 

 

Nachdem nun schon einige Wochen die Schulen geschlossen sind und weiterhin Kontaktbeschränkungen gelten, merken wohl die meisten von uns eine gewisse Ungeduld und Frustration. So wächst auch schnell die Sehnsucht, dass alles wieder „normal“ ist.

Aber so richtig schnell wird wohl nicht wieder alles „normal“, auch wenn schon vereinzelte Lockerungen in Kraft treten... Was können wir also tun?

1.) Immer wieder das „Warum“ klarmachen. Da wir mittendrin stecken, ist es fast unmöglich, seriöse Vorhersagen zu treffen, welche Auswirkungen die Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen ganz genau auf den Verlauf der Pandemie haben. Aber selbst wenn die Beschränkungen bisher auch nur „vielleicht“ dazu beigetragen haben, dass die Situation in Deutschland noch nicht eskaliert ist, können wir doch alle ein bisschen stolz darauf sein, dazu beigetragen zu haben.

2.) Nicht zu viele Nachrichten lesen. Je mehr Zeit wir auf Nachrichtenseiten und in den sozialen Medien verbringen, umso verwirrter sind wir - eben genau aus dem Grund, dass niemand so ganz genau weiß, was die Wahrheit ist. Gleichzeitig haben aber viele Leute ganz unterschiedliche Meinungen und im Endeffekt hilft uns das Lesen von Nachrichten derzeit nicht dabei, wirkliche Sicherheit zu bekommen. Das mag unser Gehirn gar nicht und verfällt in Panik oder erklärt einfach eine Meinung, die uns als besonders wünschenswert erscheint, zur Wahrheit. Das alles hilft jedenfalls nicht wirklich dabei, Geduld zu bewahren.

3.) Auf das konzentrieren, was gerade ansteht. Trotz aller Beschränkungen gehen viele Dinge weiter. So bekommen alle Schüler jetzt ja auch wieder neue Aufgaben aus der Schule, die erledigt werden sollen und es steht genug Arbeit im Garten oder Haushalt an. Wenn wir eine To-Do-Liste anlegen und uns um diese kümmern, hilft das dabei ins Tun zu kommen, um nicht zu sehr zu verzweifeln. Natürlich auch wohltuende Dinge wie Gespräche mit Freunden, Sport oder Spaziergänge einplanen!

4.) Eine Vogelperspektive einnehmen. Im Augenblick wissen die meisten von uns nicht, wie die Dinge in 2 Wochen oder in 2 Monaten aussehen. Das verunsichert und frustriert. Aber wie ist es denn in 2 Jahren oder in 20 Jahren? Was möchte ich dann erreicht haben und was kann ich vielleicht jetzt schon dafür tun? Eine Zeit wie die jetzige zwingt uns ja gerade, aus Alltagsroutinen auszusteigen und vielleicht einmal etwas Neues zu probieren.

5.) Den Blick auf Positives richten und dankbar sein. Egal wie schlecht es uns in dieser Situation geht, es gibt bestimmt ein paar Dinge, die noch schlechter sein könnten. Wir können z.B. immer noch draußen spazieren gehen, haben eine gesicherte Nahrungsversorgung, Zugang zu Internet, ein ganz gut funktionierendes Gesundheitssystem und vieles mehr. Dankbarkeit für diese „Selbstverständlichkeiten“ zu entwickeln hilft gegen den Frust darüber, dass andere Selbstverständlichkeiten wegfallen.

Gibt es Dinge für die du gerade trotz aller Schwierigkeiten besonders dankbar bist? Kannst du der Situation auch etwas Positives abgewinnen?